Fön-Ausstellung #3 „digital“ (2013)

Carsten Lincke_Untitled X_FÖN 2013.jpg

Untitled X / 2012

aus der Serie „Ich bin – Nichts – Ein Anderer – Ich“ (mehr zu meiner Serie in der gleichnamigen Publikation)

Beschreibung:

Von Arthur Rimbaud stammt der Satz „Je est un autre“ („Ich ist ein anderer“), was auf eine Art von Doppelexistenz oder Schizophrenie verweist. Hierbei benennt Rimbaud ein theatralisches Ich, welches sein Wesen an eine gespielte Rolle knüpft. Somit wird das Ich in seiner eingeübten Rolle zum gespielten Anderen.
Außerdem zeigt sich durch die Vermehrung des Ichs das Phänomen des reproduzierten und kopierbaren Ichs, das durch Gleichzeitigkeit und Uniformität der Anonymität ausgesetzt erscheint.
Im Kontext der „In-Schau-Setzung“ versteht sich die Malerei hinter dem Rollenspiel als Bühnenbild einer theatralischen Selbstinszenierung.
Mich inspirierten zu dieser Arbeit Cindy Sherman als „Mutter der Selbstinszenierung“, Teun Hocks mit seiner inszenierten Bühnenmalerei, Christian Boltansky mit seinem selbstironischen Bildwitz, Yasumasa Morimura mit seiner beinahe-Perfektion, Martin Liebscher als multipliziertes Ich, Valie Export als Label, Gillian Wearing mit ihrem autobiographischen Rollenspiel und Irene Andessner mit ihren gründlichen Recherchen und den daraus resultierenden „authentischen“ Inszenierungen.

 

 

 

 

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