Little Planets and anonym Heros – Bubblehero

Wir leben in unserer persönlichen Illusion, voller Fiktionen, Bedürfnisse und Wünsche. Dadurch schaffen wir uns eigene repräsentative Welten, um Leid und Probleme der persönlichen Biographie durch fiktive Projektionen zu ertragen und zu überblenden. Auf diesen kleinen persönlichen Planeten, projizierte Fiktivräume, existiert jeder als sein eigener Single-Hero, der alltägliche Herausforderungen für sich persönlich zu bewältigen versucht und dabei durch seine Selbstüberschreitung zu einem Alltagshelden, im weitesten Sinne derselben Begrifflichkeit, wird. Ein Heldenmythos wird somit durch anonyme Helden in fiktiven Welten erlebt und kehrt sich von der ganzheitlichen Illusion, welche wir als unsere Welt begreifen und erleben, ab und setzt den Heldenstatus auf ein Minimum herab. Des Weiteren erhält durch diese Deutungsweise jeder von uns einen Heldenstatus in besonderer Weise, weil jeder zu einem Held werden könnte. Aber dadurch löst sich der Heldenbegriff weitestgehend fast gänzlich auf, weil der Begriff „Alltagsheld“ durch diese Perspektive zum Antiheld wird, der in seinem Alltag die Extremen des Helfens und des affektiven Handelns im dynamischen Wechsel vollzieht und für seine persönlichen Zwecke ein Helfersyndrom an den Tag legen würde. Gänzlich löst sich der Held als Inbegriff eines besonderen Menschen mit gesonderten Fähigkeiten im Nichts einer fiktiven Welt auf und verbleibt als anonyme Hülle seiner selbst. Der Held wird zum „Bubblehero“, der jederzeit als gedankliches Konstrukt im wahrsten Sinne „platzen“ könnte.

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